Warmer Kartoffel-Feldsalat mit Austernpilzen. Vegan. Köstlich. Einfach. Schnell.

Veganer Kartoffel-Feldsalat

Ich bin eine Freundin von einfacher und schneller Küche. Und lecker, vegan, zuckerfrei und glutenfrei dazu.

Alles das kann eines meiner Lieblingsessen ❤❤❤❤

Es gehört zu meinen Standards, die ich mir immer wieder mache. Hier mein Rezept:

  • Eine Portion Kartoffeln schälen, in kleine Stücke schneiden und in Salzwasser kochen. Mit Deckel drauf geht es noch schneller. Weil die Kartoffeln klein geschnitten sind, brauchen sie nicht lange! Mit einem Metallpiekser (für Rouladen) oder einem spitzen Messer teste ich, ob die Kartoffeln gar sind. Es sollte gerade so durchgehen, aber nicht zu leicht, denn je leichter Messer oder Piekser durch die Kartoffel gehen, desto garer ist sie. Fällt sie auseinander, ist sie zu gar. Was du dann machen kannst schreibe ich gleich.*
  • Eine Schale Feldsalat waschen und trocken schleudern
  • Eine Schale Austernpilze klein schneiden und scharf anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Ich wasche die Pilze nicht, trenne den festen Boden ab, wo meist noch Strohreste anhaften.
  • Aus Öl (ich nehme Olivenöl), Senf, Zitronensaft oder Essig, Pfeffer und Salz in einer großen Servierschüssel die Salatsoße rühren. Ich mag es nicht so, aber wenn du es magst: Kleingeschnittene Zwiebeln passen auch zur Soße. Die Soße kann viel Würze vertragen, die warmen Kartoffeln saugen viel auf. Manchmal mache ich deswegen noch etwas Soße nach.
  • Um erst mal ein Gefühl für die richtige Intensität der Soße zu bekommen, ist es am einfachsten die garen, abgeschütteten Kartoffeln in die Soße zu geben, durchzumischen und zu probieren. Würze eventuell nach und misch erst dann den Feldsalat unter.
  • Oben drauf die gerösteten Austernpilze geben.

Der Salat will gleich nach dem Untermengen warm verspeist werden. Wenn du zu lange wartest, fällt der Feldsalat immer mehr durch die Wärme in sich zusammen, das schmeckt dann nicht mehr so gut wie gleich zu Beginn. Die Austernpilze schmecken köstlich, sind sehr knusprig und würzig - und erinnern ein wenig an eine fleischartige Konstistenz. Letzteres ist hilfreich, wenn du am Anfang der Umstellung auf vegane Ernährung bist und du Gelüste auf Fleisch hast.

Mengen und Alternativen

Da ich den Salat alleine verspeise, mache ich die Mengen nach Gefühl und Hunger. Ich esse eine Menge. :-)

Von den Austernpilzen esse ich gerne viele. Eine große Traube mit mehreren Pilzen sind es schon. Als Alternative gehen auch Champignons. Statt Feldsalat müsste auch klein geschnittener Ruccola gehen, das habe ich selbst noch nicht probiert.

Guck dir die Mengen an: Wenn dir eine Schale Feldsalat zu viel ist, kannst du den Rest gewaschen und getrocknet in einer geschlossenen Plastikdose gut einen Tag im Gemüsefach aufbewahren.

* Falls die Kartoffel zerkocht sind, kein Problem, dann gibt es eben Kartoffelpüree: Schütte die Kartoffeln ab, stampfe sie mit einem Teil der Salatsoße (oder mit Gemüsebrühe oder mit Öl) und mache mit dem Rest Soße den Feldsalat an. Austernpilze über alles streuen. Schmeckt auch.

Tipp für Feiern

Ich esse den Salat, da ich für mich alleine esse, gleich aus der Schüssel. Für das Foto habe ich den Salat mal auf einem Teller mit einigen Kirschtomaten dekoriert. Er macht so richtig was her und schmeckt sowohl Normalessern als auch Veganern.

Mich macht der Salat pur satt. Wenn du das Gefühl hast, es braucht noch etwas dazu: Als Ergänzung passt dazu, wenn du Gluten isst und nicht auf die Art der Fette achtest: Baguettebrot mit selbstgemachter Kräuterbutter. "Alsan" ist z.B. eine vegane Margarine in Blockform, die in größeren Supermärkten zumindest in Köln gut zu bekommen sind. Diese gemischt mit Kräuterbuttergewürz, das es im Gerwürzregal gibt, ist die perfekte Ersatz-Kräuterbutter.

Warum ich vegan, zucker- und glutenfrei lebe

Mein veganer Weg begann 2011, als ich mich traute, mir die Massentierhaltung anzuschauen und stoppte, ihre Körper und was daraus gemacht wird, zu essen. Zucker und Gluten lasse ich seit 2017 weg, weil ich u.a. immer wieder Konzentrationsprobleme hatte. Das war ein wichtiger Wendepunkt. Mehr zu meiner Gesundheit habe ich in Blog - Körper & Schmerzen geschrieben, mehr Essen gibt es in Blog - Vegane Rezepte - auch aus der Zeit, als ich noch Zucker und Gluten gegessen habe. Hm, die Kuchen ...

Warum ich die Rezepte veröffentliche

Mir fallen einige Gründe ein: Ich weiß wie stressig es sein kann, wenn man mit einer neuen Ernährung anfängt. Ich dachte früher: Was kann man denn da noch essen? Heute weiß ich: Eine Menge! Ich freue mich, wenn ich das Leben von Veganern, ihrem kochenden Umfeld oder Gastgebern leichter machen kann, in dem ich meine Lieblingsrezepte teile oder wie sich veganes mit nicht veganem Essen in der Familie kombinieren lässt. Mein Mann und unsere Familien essen nämlich weiterhin so wie ich früher: Alles.

Ich finde wichtig, jede Entscheidung für einen Essensweg zu respektieren, da das ein ganz persönliches Thema ist. Durch die richtigen Rezepte ist das Zusammenleben einfacher. Das finde ich klasse.

Aus Mitgefühl mit den Tieren bin ich auf diesen Weg gekommen und wenn ich mir was wünschen dürfte, dann das alle Tiere eines Tages frei sind, damit sie und ich ihren Schmerz nicht mehr spüren müssen, den sie durch die Haltung oder den Verlust von Familienmitgliedern, ihren Freunden erfahren. Je mehr Menschen pflanzenbasiert essen, desto näher komme ich der Verwirklichung.

Das Beste: Nicht nur den Tieren ist mit diesem Weg geholfen, sondern auch der Umwelt und unserer Gesundheit. Win-Win-Win-Situationen für so viele. Motivation genug!

Viel Spaß beim Essen und Zusammenleben

Deine Anja

Möchtest du andere an diesem Artikel teilhaben lassen? Dann teile diesen Link, der führt genau hierhin:
https://www.frauencoaching.de/archives/2019/04/entry_7134.html
Inhalte dürfen nicht - auch nicht auszugsweise - ohne meine Genehmigung kopiert und anderweitig übertragen werden. Für eine Nutzung außerhalb dieser Webseite schreibe mich gerne an.

Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 12 April, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Vegane Rezepte
Newsletter

Heimat Bergisches Land. Ausflugstipp in die Vergangenheit.

Freilichtmuseum

Grüne Wiesen. Sanfte Hügel durch ein Tal. Spazierwege zwischen Fachwerkhäusern, Streuobstwiesen und Bauerngärten. Blauer Himmel. Wiehernde Pferde. Summende Bienen in den weiß blühenden Schlehen. Am Stall vorbei in die Küche eintreten, wo es nach Essen wie früher duftet.

Herd duftendes Essen Freilichtmuseum

Sauerkraut und Kartoffelpüree werden gerade am Herd zurbereitet und ich höre von der Köchin, wann es damals für die Bauersleute das Essen gab. Ich werfe einen Blick in die gute Stube und steige die schmale Treppe hoch in die Schlafzimmer, wo eingemachtes Obst auf dem Schlafzimmerschrank steht.

Am plätschernden Bach vorbei entdecke ich die Seilerei und beobachte wie ein Springseil gefertigt wird. In der Bandweberei höre ich die Geschichte von Mariechen, die bis 1970, als sie 70 war, an ihrem Webstuhl Bänder gewebt hat. Was der für einen Krach machte!

Blick aus der Werkstatt

Dass die Arbeitsbedignungen zu damaligen Zeiten hart waren, weiß ich von meinem Großvater, der im Steinbruch Lindlar als junger Mann arbeitete und unter den Folgen einer Staublunge litt.

Wie war das Leben und Arbeiten im 19. Jahrhundert im Bergischen Land? Darum geht es im Freilichtmuseum in Lindlar im Bergischen Land. Originale Häuser, Handwerke und Gärten erzählen von der Geschichte des Landstriches, in dem ich geboren und aufgewachsen bin.

Seit das Museum eröffnete, will ich es besuchen. Gestern habe ich das endlich umgesetzt. Es hat mir so gut gefallen.

Da das Inventar ohne Glasschutzwände präsentiert wird und geschützt werden soll, sind die Häuser nicht die ganze Zeit geöffnet. Ich hatte Glück den Rundweg zufällig so zu gehen, dass in in den Gebäuden dort gerade gewerkelt wurde: In der Bauernküche, in der Seilerei, in der Bandweberei.

Die Angestellten der Freilichtmuseums erzählten mir vom Leben und der Arbeit in der damaligen Zeit und auch welche Sorgfalt die Historiker aufgewandt haben, um alles möglichst ursprünglich wieder zu geben. So wurde bevor das Haus der Bandweberei in Wuppertal abgebaut wurde, der Garten mit seinen Pflanzen genau angeschaut und 1:1 in Lindlar wieder aufgebaut und sogar eine aus der Zeit noch vorhandene Tapetenschicht mit eigens angefertigten Druckwalzen rekonstruiert. Toll!

Für mich ein lohnenswerter Ausflug, den ich wiederholen möchte, denn ich habe mir in den zwei Stunden, die ich da war, längst nicht alles angeschaut.

Tipp: An der Kasse kann man beim Eintritt erfahren, wann welche Gebäude bespielt werden, um in den Genuss der Erzählungen zu kommen. Das macht die Geschichte noch lebendiger.

Mit meinem Mann hatte ich mir letztes Jahr die LVR Museumspartnerkarte gekauft, womit ich ein Jahr freien Eintritt in alle angeschlossenen Museen habe. Wir waren in Kommern, in Xanten und jetzt, bevor die Karte ablief, war ich endlich in Lindlar! 6 Euro kostet der Eintritt 2019. Es gibt dort auch besondere Veranstaltungen wie einen Bauernmarkt oder "Jrön und Jedön", wo Pflanzen und Gartenzubehör gezeigt und auch verkauft werden, daher ist der Eintritt dann 3 Euro höher. Familienfreundlich: Kinder bis 18 Jahre haben den Eintritt frei.

Lilo liebt ihre Heimat

Anfahrtsbeschreibung, Veranstaltungskalender, Geländeplan und mehr: https://freilichtmuseum-lindlar.lvr.de

Mein Besuchsbericht ist auf seine Art und Weise auch Werbung für das Freilichtmuseum in Lindlar. Ich habe dafür nichts bekommen und mache das, weil ich meine Heimat liebe, Geschichte spannend und das Konzept einfach klasse finde. :-) Die Fotoaufnahmen wurden vom Freilichtmuseum genehmigt.

Herzensgrüße von einem glücklichen Menschen, den die Heimatluft stärkt und erfreut

Anja

Mehr Heimatberichte von mir findest du hier: Blog - Landleben & Urlaub 

Möchtest du andere an diesem Artikel teilhaben lassen? Dann teile diesen Link, der führt genau hierhin:
https://www.frauencoaching.de/archives/2019/04/entry_7133.html
Inhalte dürfen nicht - auch nicht auszugsweise - ohne meine Genehmigung kopiert und anderweitig übertragen werden. Für eine Nutzung außerhalb dieser Webseite schreibe mich gerne an.

Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 11 April, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Landleben & Urlaub
Newsletter

Frühling, du tust mir so gut!

Wobei mir gerade das Herz aufgeht:

Frühlingsblumenkasten

Der Blick auf meinen Blumenkasten vor dem Bürofenster ist eine Wonne: Hornveilchen, Bellis, Primeln und Vergißmeinicht in den herrlichsten Frühlingsfarben rosa, weiß, lila, hellblau. Jedes Mal, wenn ich dorthin schaue, bekomme ich eine Blüte überreicht. Ganz besonders habe ich darauf dieses Jahr geachtet, dass die Farben harmonieren, sie mich wirklich froh machen. Die Gesichtchen der Hornveilchen sind so unglaublich hübsch!

Beim Walken durch den Stadtwald taucht von Woche zu Woche mehr frisches Laub an den Bäumen auf, das Grün der Wiesen leuchtet immer intensiver. Ich beobachte die Veränderungen mit Vorfreude!

Immer mehr Grün an den Bäumen

Da lohnt es sich, auch mal stehen zu bleiben und die Blattknospen genauer anzuschauen. Sie sind wie kleine Kunstwerke:

Blatknospen

Herrlich. Manchmal walke ich nicht weiter, sondern bleibe stehen, halte ich inne, schließe die Augen und nehme eine Klangdusche inmitten der wundervollen Vogelgesänge. Das tut sooo gut!

In meiner Mittagspause lasse ich den Stuhl auf dem Rasen mit der Sonne wandern und genieße ihre Wärme. Dabei beobachte ich im Bachlauf badende Meisen, Zaunkönige und Rotkehlchen und wie unser Garten erblüht:

Hinter dem Teich leuchtet das Weiß der Sternmagnolie weit in die Abendstunden hinein. Ihre Blüten duften ganz zart.

Sternmagnolie

Die Anemonen breiten sich immer weiter aus und bilden einen kleinen Teppich aus Grün und Weiß.

Frühlingsanemone

Darüber treiben die ersten Blätter des Zierahorns aus. Er zeigt im Winter seine wunderschönen roten Zweige:

Zierahorn treibt aus

Die gefüllte Japanische Zierkirsche steht in den Knospen. Ooooh, ich freue mich so auf ihr Erblühen:

Japanische Zierkirsche

Der letzte Sturm hat die große Blutpflaume, die hinter dem Zaun auf Nachbars Grundstück stand, umgeweht. Sie stand kurz vor der Blüte. Aua, das schmerzte schon, ist diese doch die erste in den Gärten rund herum und für mich ein Zeichen: Der Frühling kommt. Auch war es immer lustig, die Vögel zu beobachten, die die Knospen vor der Blüte naschten.

Die Nachbarin hat mir freundlicherweise einige Zweige abgeschnitten, so dass ich seine herrlichen Blüten der Blutpflaume ein letztes Mal genießen konnte.

Blutpflaume

Da viele Tannen im letzten Jahr an der Grundstücksgrenze gefällt wurden, ist der Garten jetzt insgesamt viel heller und unsere Kirschbäumchen, die unter der großen Blutpflaume standen, bekommen mehr Licht. So hat alle Veränderung - da ist jetzt keine grüne Sichtschutzwand mehr - auch etwas Gutes.

Eichhörnchen

Viel Spaß machen uns die Eichhörnchen, die sich bei uns die rausgelegten Haselnüsse und Walnüsse abholen.

Ein besonderer Moment - und ich machte keinen Mucks: Ich saß mit meinem Mittagessen auf dem Rasen im Gartenstuhl und ein Eichhörnchen buddelte erst im Blumenkasten vor dem Eßzimmerfenster, rutschte dann das Treppengeländer herunter, kletterte den Rosenbogen hinauf und vernaschte oben drauf mehrere der daran verbliebenen Hagebutten. Ich habe die Luft angehalten, damit ich es nicht erschrecke. Was habe ich mich gefreut, es so nah beobachten zu können!

Insgesamt sind es mindestens drei lustige Nager, die uns besuchen: Ein kleines, ein etwas dunkleres und ein helles. Alle mit herrlich weißem Bauch. :-)

Heute früh - es ist der 29.3.2019 - scheint die Sonne in mein Bürofenster. Frühling, du tust mir so gut. Die Sonne, die Blüten, die vielen Düfte, das Zwitschern der Vögel, die sichtbare Rückkehr des Lebens.

Frühling du tust mir so gut

Meine Lieblingszeit mit all dem, was im Rhythmus des Jahresverlaufs in den Startlöchern steht. Ein wunderbarer Neuanfang der Natur - der Frühling hat die Kraft, uns Menschen mit zu nehmen in unseren eigenen Neuanfang. Das liebe ich so sehr.

Ich bin so dankbar für unsere schöne Natur und die Freude und Kraft, die ich darin finde.

Von Herzen wünsche ich dir einen schönen Frühling, der auch deinem Herz gut tut.

Deine Anja

P.S. Noch mehr Inspirationen dieser schönen Jahreszeit findest du hier: Blog - Garten: Frühling und mehr übers Walking habe ich auch geschrieben: Blog - Walking 

Möchtest du andere an diesem Artikel teilhaben lassen? Dann teile diesen Link, der führt genau hierhin:
https://www.frauencoaching.de/archives/2019/03/entry_7132.html
Inhalte dürfen nicht - auch nicht auszugsweise - ohne meine Genehmigung kopiert und anderweitig übertragen werden. Für eine Nutzung außerhalb dieser Webseite schreibe mich gerne an.

Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 29 März, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Garten - Frühling
Newsletter

Geburtstag: Wie den Tag gestalten, damit es sich gut anfühlt?

Geburtstag wie feiern

Mein Geburtstag ist mir wichtig. Jedes Jahr frage ich mich das aufs Neue wie ich meinen Geburtstag gestalten will: Gäste einladen? Wenn ja, wie viele? Wann? Oder statt dem Trubel lieber nur etwas für mich selbst machen? Oder etwas mit meinem Partner?

Tausend Möglichkeiten, die mir vorher durch den Kopf schwirren. Wie eine gute Lösung finden? Mit ist wichtig, diesen Tag nicht zu arbeiten, sondern bewusst zu gestalten, wirklich etwas für mich selbst zu tun.

Ich nehme dich mal mit durch meinen diesjährigen Entscheidungsprozess.

Geburtstag feiern?

Feiern?

Dieses Jahr (2019) fiel mein Geburtstag auf einen Sonntag. Wie geschaffen, um zu feiern. Bis Mitte/Ende 20 habe ich jeden Geburtstag gefeiert. Da gab es gar keine Alternative in meiner Vorstellungskraft. Das hat sich mit den Jahren geändert. Ich schaue genauer hin, was ich wirklich will. Ich habe überlegt:

Pro Feiern:
Lebendiger Tag, nette Menschen wieder sehen, Spaß haben, sich unterhalten und wieder sehen. Ich bekomme Geschenke. :-)

Kontra Feiern:
Arbeit im Vorfeld: Essen überlegen, einkaufen, zubereiten, putzen, Tisch decken ... Stress während der Feier: Wer braucht noch was? Gespräche kann ich vor lauter Aufregung meist nicht richtig verfolgen oder selbst was erzählen. Nach der Feier: Aufräumen. Runterkommen. Wenn ich irgendwo eingeladen bin, finde ich das immer super, ich kann mich mit anderen unterhalten, aber die Gastgeber haben eher Stress. Also feiert man eher für die Gäste? Auf der anderen Seite bleiben schöne Erinnerungen zurück. Hm.

Du siehst schon: Diese zweite Liste ist länger und dass ich überhaupt den Focus auf das lege, was nicht so toll ist, zeigt mir: Es ist gut, Alternativen anzuschauen.

Geburtstag alleine feiern

Alleine was machen?

Auch das habe ich schon gemacht. Ich bin in die Kölner Flora gefahren, habe fotographiert, mich ins Café gesetzt, geschrieben oder war einen Tag in einer schönen Saunalandschaft.

Pro: Ich kann ganz auf meine Wünsche und Bedürfnisse eingehen und das tun, worauf ich wirklich Lust habe.

Kontra: Es ist dann hilfreich, ganz in meiner Mitte zu sein, sonst kann, wenn ich ganz alleine was mache, auch Traurigkeit entstehen, alleine zu sein ... Menschen zu vermissen ...

Gute Alternative, wenn der Geburtstag auf einen Wochentag fällt. Kam dieses Jahr für mich nicht in Frage. Da Sonntag war und mein Mann frei hatte, wollte ich unbedingt etwas mit ihm machen und nicht alleine.

Zu Zweit etwas unternehmen

Mit einer anderen Person etwas machen?

Was spricht dafür, etwas mit dem Partner oder einer Freundin (...) zu unternehmen? Geht natürlich nur, wenn beide Zeit und frei haben.

Pro: Gemeinsames Erleben. Zeit miteinander verbringen, abseits vom Alltag. Mal was besonderes machen.

Kontra: Man ist auf einander konzentriert. Wenn also Streß aufkommen sollte ...

Fühlte sich am allerbesten an - also für mich die beste Alternative für meinen diesjährigen Geburtstag. :-)

Den Tag planen

Den Tag planen: Etwas mit einer anderen Person unternehmen

Ich habe mir im Vorfeld angeschaut, was wir unternehmen könnten und uns beiden gefiel. Mir war wichtig, raus zu gehen, meinem Mann, nicht zu weit zu fahren.

Ich klickte mich durch viele Möglichkeiten ... Es gibt in Köln tolle Stadtführungen ... da ich zu spät dran war, waren die besonders toll klangen, schon ausgebucht ... hm, was war da noch ... Schwarzlicht-Minigolf ... Escape Rooms.

Was ist das? Räume, die ein Rätsel beherbergen, das die Besucher mittels versteckten Hinweisen lösen müssen. Eine Stunde Zeit. Das klang interessant. Mal was ganz anderes. Ich war erstaunt, wie viele Anbieter es dafür in Köln gibt. Oft werden diese Rätselräume für Firmenevents zur Teamstärkung gebucht, daher die meist hohe mögliche Teilnehmerzahl. Nur für zwei Leute war das Angebot etwas kleiner ... doch ich fand etwas und buchte es! Es war nur noch ein Termin um 20.15 Uhr möglich. Etwas spät, aber ok.

Die Angelegenheit ist nicht ganz günstig, je mehr Leute einen Raum buchen, desto günstiger wird es pro Kopf. Doch ich hatte mir vorgenommen, öfter in das zu investieren, was mir und meinem Partner wirklich Freude bereitet und nicht nur alle Höhepunkte auf die Urlaubszeit zu konzentrieren.

Essen vegan und normal?

Wo essen, damit beide glücklich sind?

Ein besonderer Punkt, wenn wir zu zweit an meinem Geburtstag etwas unternehmen, ist mit meinem Mann Essen zu gehen. Nicht leicht, da wir völlig unterschiedlich essen. Er isst alles, außer Soja oder andere vegane Ersatzprodukte und steht auch nicht so dolle auf Gemüse, Salate. Auf der anderen Seite steht meine nicht massenkonforme Ernährung: Vegan, gluten-, soja- und zuckerfrei. Da muss man erst mal ein Restaurant finden, wo wir beide uns wohl fühlen.

Thailändisch ist eine Alternative, wo ich dann einfach den Tofu weglasse. Das ist öfter eine Alternative, wenn wir uns Essen nach Hause bestellen, aber diesmal sollte es etwas anderes sein.

Natürlich könnte ich sagen: Das nehme ich an dem Tag nicht so genau. Vom Veganen weiche ich nicht ab, bei anderen mache ich schon eher beim Ausessen gehen oder bei Feiern Ausnahmen. Glutenfrei - hm, von den normalen Hartweizennudeln bekomme ich inzwischen Bauchschmerzen, also bin ich da vorsichtig. Vermutlich sind etwas Soja und Zucker an so manchen veganen herzhaften Gerichten dran, da schaue ich an dem Tag drüber hinweg. Ich würde mir aber keine Süßspeise mit Zucker gemacht nehmen.

Warum nicht: Ich neige dazu, wenn ich eine Ausnahme mache, eine zweite und eine dritte zu machen und dann bin ich ab von meinem Weg. Das will ich nicht. Seit zwei Jahren bin ich zuckerfrei. Gerade Zucker ist ein Suchtmittel und ich kenne mich, wenn ich einmal eine Ausnahme mache, bin ich dieser süßen Sache wieder verfallen. Deswegen ist mir wichtig, möglichst konsequent zu sein, denn ich will meinen Weg zu mehr Gesundheit weiter gehen.

Es gibt meines Wissens - Stand März 2019 - kein Restaurant in Köln, das beides vollständig vereint. Also wo man Fleisch und vegane, glutenfreie, zuckerfreie, vielleicht sogar roh-vegane Gerichte bekommt. Der Brunch im Ecco in der Südstadt kommt dem wohl am nächsten, das habe ich aber außen vorgelassen, weil ich es bei dem breiten Angebot an veganen Süßspeisen und Kuchen auf dem Buffet sehr leiden würde ... Ich müsste mal schauen, ob es auf der Karte ein veganes, zucker- und glutenfreies Gericht gibt ...

Ich hoffe sehr, dass sich das Angebot zum Wohle aller gemischt essenden Familien in naher Zukunft erweitert, damit alle glücklich werden können und so leichter Gemeinsamkeit und Vielseitigkeit lebbar und vereinbar wird. Da der vegane Burger von Bunte Burger in Ehrenfeld letztes Jahr meinem Mann geschmeckt hat, habe ich dort vor der Rätselrunde einen Tisch bestellt. Perfekt.

Entscheidung finden

Hier nochmal zusammengefasst, was mir hilft, um eine stimmige Entscheidung zu finden:

  • Was ist mir selbst wichtig: Will ich Trubel und feiern, will ich etwas nur für mich tun oder den Tag mit jemand anderem erleben?
  • Worauf hätte ich wirklich Lust? Was wäre ein Glücks-Hüpf-Freu-Programm?
  • Wenn ich mit anderen feiern will, kann ich es so gestalten, dass es nicht zu stressig mit der Arbeit vorher wird? (Essen mitbringen statt Geschenke)
  • Wenn ich meinen Geburtstag alleine begehen will: Was brauche ich, damit es mir gut geht? Womit kann ich mich feiern, mich belohnen?
  • Zu Zweit: Was würde uns beiden gut tun, was wäre etwas außerhalb des Alltags, worauf wir beide Lust hätten?
  • Wie kann ich vielleicht traurige Momente gut gestalten, die aufkommen können, wenn kein Feiertrubel ist? Film, schöne Zeitschrift, .....

Das werde ich mir beim nächsten Mal natürlich vorher durchlesen. :-)

Hier Geburtstage aus früheren Jahren:

Liebe Grüße

Anja

Deine Anja

Möchtest du andere an diesem Artikel teilhaben lassen? Dann teile diesen Link, der führt genau hierhin:
https://www.frauencoaching.de/archives/2019/03/entry_7130.html
Inhalte dürfen nicht - auch nicht auszugsweise - ohne meine Genehmigung kopiert und anderweitig übertragen werden. Für eine Nutzung außerhalb dieser Webseite schreibe mich gerne an.

Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 26 März, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Kleines Glück im Alltag
Newsletter